(Wahl-) Schlachtfeld Josefstadt

Kein Bezirk ist bei dieser Wahl härter umkämpft als die Josefstadt. Eine unglaubliche Materialschlacht spielt sich gerade in die Postkästen der JosefstädterInnen ab. Als Namensliste, die den Wahlkampf aus der privaten Tasche finanziert, können wir da nicht mithalten. Es treibt schon interessante Blüten, was die Parteien der letzten Wahlkampfwoche aufbieten.

Die Grünen

Die Grünen setzen auf eine frei erfunden Horrorgeschichte. Auf den Hofgarten in der Skodagasse 13. Zur Erinnerung: Vor 5 Jahren sollte das Grünland in Bauland umgewidmet und ein Hochhaus gebaut werden. Heribert Rahdjian konnte damals in einem längeren Kampf gegen das Rathaus die Umwidmung des Grundstückes Skodagasse 13 verhindern, ein Bebauungsverbot durchsetzen und das Grünjuwel retten. Das will der Spitzenkandidat der Grünen Alexander Spritzendorfer laut Bezirkszeitung jetzt wieder tun. Alleine, es gibt nach Auskunft der MA21A (Planungsauskunft) bzw. der MA37 (Baupolizei) keine Baubewilligung für ein (oder zwei) Häuser. Nicht einmal einen Antrag auf Umwidmung des Grundstückes in Bauland. Selbst die Eigentümer der Liegenschaft wissen nichts von irgendwelchen Bauvorhaben auf ihrem Grundstück. Das von BV Heribert Rahdjian erwirkte Bebauungsverbot ist aufrecht und niemand denkt daran, es aufzuheben.

Don Quixote Spritzendorfer kämpft gegen die Verbauung eines Grundstückes, das niemand verbauen will! Ein Wahlkampf-Gag!

Apropos Einbildung: Nachdem Alexander Spritzendorfer vor einer Woche die Wahl bereits für verloren erklärt hat, hat er es sich jetzt doch wieder anders überlegt und berichtet auf seiner Homepage davon, dass „alle Umfragen auch für den kommenden Sonntag auf ein knappes Ergebnis hin[deuten]“. Quellenangaben gibt es für diese „Umfragen“ keine. Wahlkampf-Gag Nr. 2. Es ist völlig Aussichtslos, dass Alexander Spritzendorfer Bezirksvorsteher wird.

Die ÖVP

Nach der „witzigen Aktion“ „Menschen weg für mehr Parkplätze“ kämpft die ÖVP in der letzten Woche noch einmal um die JungwählerInnen. Das Jugendprogramm heißt „Freibier für alle“ und Veronika Mickel beweist großes Geschick im Ausschenken von Bier – seit jeher Kernkompetenz der ÖVP-PolitikerInnen.

Mit 1-Euro-Partys können wir natürlich nicht mithalten. Wie schon geschrieben haben wir versucht, einen Teil unseres Wahlkampfbudgets statt für derartige Stammtisch-Aktionen für etwas wirklich Sinnvolles einzusetzen und das Äquivalent von 1000 ÖVP-1-Euro-Bieren an die Kinderkrebsforschung des St. Anna Kinderspital gespendet. Jedem das seine.

Die SPÖ

Auch der SPÖ haben es die Jugendlichen angetan. Sie initiiert 5 Tage vor der Wahl ein Projekt mit dem verheißungsvollen Namen „Vitamin8“. Bis jetzt ist das nur eine Website. Aber Raphael Sternfeld hat einiges vor. Er will nämlich seine ausgezeichneten Kotakte zum „roten Wien“ nutzen, um Jugendlichen aus der Josefstadt Jobs zu verschaffen. Schließlich sind für die SPÖ alle Jugendlichen gleich und sollen auch die gleichen Chancen haben. Und die Freunderln von Raphael Sternfeld sind ein bisschen „gleicher“.

Ein bemerkenswerter Winkelzug, das, was der SPÖ seit Jahrzehnten vorgeworfen wird – nämlich die rote Freunderlwirtschaft – einfach zum Trumpf des Wahlkampfs zu machen.

Die FPÖ

Ein Wahlkampf für die Josefstadt findet nicht statt!

ECHT Grün

Wir können weder mit Freibier noch ganzseitigen Anzeigen in der Bezirkszeitung aufwarten. Auch ein dichtes Netz an Seilschaften zur Jobbeschaffung können wir nicht garantieren. Horrorgeschichten über Bauvorhaben, die wir verhindern wollen, werden wir auch nicht erfinden. Und wir haben keinen Parteiapparat und kein Millionenbudget hinter uns.
Was wir haben, ist ein Bezirksvorsteher und fünf BezirksrätInnen die in den letzten 5 Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet haben, ein Team von engagierten BürgerInnen aller Coleurs (ehemalige Grüne, ehemalige ÖVP- und ehemalige SPÖ-Mitglieder) und natürlich Menschen ohne parteipolitischen Hintergrund. Allesamt Menschen, denen es nicht um die Partei und den Wahlsieg um jeden Preis geht, sondern um eine positive Arbeit für die Josefstadt.

Heribert Rahdjians Arbeit der letzten 5 Jahre und die positive Entwicklung, die die Josefstadt in dieser Zeit genommen hat, sind die beste Werbung, die wir machen können. Wenn sie wollen, dass sich die Josefstadt in diese Richtung weiterentwickelt, unterstützen Sie uns doch am 10.10. mit Ihrer Stimme.

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