Umstrittene Umbaupläne für den Hugo Bettauer-Platz

umbauplaeneUmstrittene Umbaupläne für den Hugo Bettauer-Platz (Kreuzung Langegasse-Zeltgasse-Josefsgasse)

Nach dem misslungenen „Umbau“ des Gehsteigs im Maria Franc-Hof  (Zeltgasse 1A), „wo nach Ansicht der Anwohner 60.000.- EURO sinnlos vergeudet wurden“, soll nun ein weiteres Fleckerl in diesem Bereich – der Hugo Bettauer-Platz  – gleich anschließend Richtung Josefsgasse, neugestaltet werden.

Die Grätzlbewohner wünschen sich seit vielen Jahren eine „ganze Lösung“, für diesen Bereich und keinen sündteuren Fleckerlteppich, der hinsichtlich Verhinderung des Durchzugsverkehrs  – von Döbling bis zum Karlsplatz – letztlich keine Verbesserung ihrer Lebensqualität bringt.  Gestaltet wird nach den Wünschen der BV nun ein entrümpelter Miniplatz. Zwei Schaltkästen werden seitlich angeordnet, die Litfaßsäule verschwindet. Ein neuer Betonplattenbelag auf dem angehobenen Kreuzungsplateau könnte eventuell einen kleinen Vorgeschmack auf die seit Jahren vorgeschlagene Gestaltung der Langegasse erzeugen. Nicht ganz, denn Platz und Parkplätze sollen symbiotisch weiterbestehen. Im Straßenraum des Maria Franc-Hofes sind Sitzgelegenheiten angeblich unerwünscht. Das grüne Alibi-Fleckerl mit dem Baum wurde entsprechend prohibitiv gestaltet.

Auf den Hugo-Bettauer-Platz könnten aber –vielleicht – Tische und Bänke kommen. Dieser kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die Fraktionen einigen könnten, wird den Bezirk lt Magistrat dennoch statt 150.000 EURO bis zu 300.000 EURO kosten (!). So horrend teuer war auch die unnötige Gehsteigverbreiterung 2013 vor den 3 Häusern in der Albertgasse, die sogenannte „Albertpromenade“.

Heribert Rahdjian: „Kleinkarierter geht’s  wohl nicht. Und viel zu teuer. Große, urbane Lösungen erscheinen derzeit rein parteipolitisch kaum durchsetzbar.  Die Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswerte Langegasse“, die mit der AGENDA Josefstadt kooperiert, werden  aber weiterhin auf ihren Forderungen bestehen. „Zunächst ist aber die Finanzierung blockiert. Der interfraktionell besetzte Finanzausschuss hat korrekte Pläne und Kalkulation angefordert“, wie Heribert Rahdjian abschließend berichtet.