Florianigasse: zweite Basis-Radroute im Achten
Mai26

Florianigasse: zweite Basis-Radroute im Achten

Je mehr Menschen für tägliche Fahrten in der Stadt das Fahrrad nutzen, desto besser: Nicht nur für Gesundheit und Geldbörsen, sondern auch für alle StadtbewohnerInnen. So würden wir alle von weniger Straßen- und Motorenlärm und einer geringeren Schadstoffbelastung profitieren. Eine Binsenweisheit. Gewiss: alles mit Augenmaß! Auch motorisierte Mobilität gehört zum Leben in der Stadt, wir brauchen einen vernünftigen Mix an Transportmitteln. Wirtschaftsverkehr, Personenverkehr, Einsatzverkehr, – alles wichtig. Aber der Vergleich, wie wenig Fahrbahnfläche Fahrräder und Radabstellanlagen gegenüber dem PKW einnehmen – in dem übrigens meist auch nur eine Person transportiert wird  – zeigt, wo die Prioritäten liegen. Daher ist  ein menschengerechter, auf Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs bedachter Ausbau von transversalen bezirksübergreifenden Radrouten von großer Bedeutung. Die Basisroute Pfeilgasse –Josefsgasse hat sich da primär angeboten und wird seit etwa 30 Jahren genutzt. Wenngleich sie, trotz unserer erfolgreichen Verbesserungsanträge, noch immer Schwachstellen aufweist und mit Gehsteigen kollidiert, wo das durchaus nicht notwendig wäre. Aber es gibt diese durchgehende Radroute. In der nördlichen Bezirkshälfte fehlt das Gegenstück, zumindest zur Hälfte. Die durchgängige Florianigasse ist großteils Einbahn und darf nur in kurzen Bereichen in beiden Richtungen per Rad befahren werden. Auch große Radfahrorganisationen fordern vehement eine Öffnung der Florianigasse durchgehend vom Uhlplatz (Gürtel) bis zum Rathaus (Zweierlinie). Eine Forderung, die durchaus umsetzbar ist, wie seinerzeit die MA46 festgestellt hat, die allerdings einige – durchaus bewältigbare – straßenbauliche Änderungen verlangte. Die völlig unnötige Gehsteigkante bei der Einfahrt zur Tiefgarage Schlesingerplatz müsste z.B. zurückgenommen werden, (was damals lt. MA28 etwa € 60.000.- erfordert hätte, soviel, wie zuletzt für einen angeblichen zusätzlichen Stellplatz bei Zeltgasse 1a  ausgegeben wurde, der gar nicht realisierbar ist). Am Geld kann‘s also nicht scheitern. Alles andere betrifft Organisation und Bodenmarkierung und – natürlich notwendig:  Guter Wille und ehrliche...

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Buchfeldgasse: ein Lehrbeispiel
Jan26

Buchfeldgasse: ein Lehrbeispiel

Unter der Überschrift „Evolution auf der Straße: Wer breit ist, gewinnt?“ findet sich im Archiv der „Presse“ ein kurzer Artikel von Veronika Schmidt zur Frage wer wohl im Wettstreit um den Platz auf der Fahrbahn überleben wird. Ein Beispiel, fast so unlösbar wie die Quadratur des Kreises, scheint es in der Josefstädter Buchfeldgasse zu geben. Seit Jahren muss für die überbeanspruchte Straße  – mit schmaler Fahrbahn und noch schmäleren Gehsteige – viel Geld aus dem knappen Bezirksbudget bereitgestellt werden,  weil schwere, breite Kraftfahrzeuge mit der engen einspurigen Fahrbahn offensichtlich nicht auskommen und – wie selbstverständlich – den Gehsteig befahren und damit laufend beschädigen. 2014 wurde die desolate Buchfeldgasse zur Gänze samt Unterbau und Gehsteigen wieder einmal generalsaniert. Unser Antrag auf Wohnstraßenwidmung wurde leider nicht umgesetzt. Randsteine werden kaum mehr eingebaut, man hilft sich mit aneinandergereihten Pflastersteinen als Gehsteigbegrenzung, wohl in der pragmatischen Erwartung, dass diese bald wieder niedergefahren werden. Die wiederholte Reparatur von schweren Randstein-Einfassungen käme noch teurer.  Die Josefstadt ist zu zweifelhafter Berühmtheit damit gelangt, dass hier die österreichweit(!) höchste Dichte an immer breiteren, größeren und stärkeren PKWs, sogenannten „SUVs“, herrscht. Wohl wegen unserer gebirgigen Straßenlandschaft… Geparkte SUVs und ähnlich breite KFZ  behindern zunehmend das reibungslose Vorbeifahren vor allen anderer SUVs, sowie LKW und Müllfahrzeuge, die daher oftmals den neuen Gehsteig befahren (müssen) – dort häufig auch Passanten zum Ausweichen zwingen – von der Behinderung des Radverkehrs ganz zu schweigen. Ist diese „Evolution“ unausweichlich,  sollte das Parken an diesen Stellen generell oder für KFZ ab einer gewissen Breite, verboten werden, (so wie die Durchfahrt für Busse unter gewissen Brücken)? Es geht eben nicht alles, und Rücksichtnahme aufeinander bei knappem Straßenraum sollte doch selbstverständlich sein. Siehe: www.diepresse.com Evolution auf der Straße: Wer breit ist, gewinnt? VERONIKA SCHMIDT (Die Presse) Printausgabe...

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Umstrittene Umbaupläne für den Hugo Bettauer-Platz
Mrz26

Umstrittene Umbaupläne für den Hugo Bettauer-Platz

Umstrittene Umbaupläne für den Hugo Bettauer-Platz (Kreuzung Langegasse-Zeltgasse-Josefsgasse) Nach dem misslungenen „Umbau“ des Gehsteigs im Maria Franc-Hof  (Zeltgasse 1A), „wo nach Ansicht der Anwohner 60.000.- EURO sinnlos vergeudet wurden“, soll nun ein weiteres Fleckerl in diesem Bereich – der Hugo Bettauer-Platz  – gleich anschließend Richtung Josefsgasse, neugestaltet werden. Die Grätzlbewohner wünschen sich seit vielen Jahren eine „ganze Lösung“, für diesen Bereich und keinen sündteuren Fleckerlteppich, der hinsichtlich Verhinderung des Durchzugsverkehrs  – von Döbling bis zum Karlsplatz – letztlich keine Verbesserung ihrer Lebensqualität bringt.  Gestaltet wird nach den Wünschen der BV nun ein entrümpelter Miniplatz. Zwei Schaltkästen werden seitlich angeordnet, die Litfaßsäule verschwindet. Ein neuer Betonplattenbelag auf dem angehobenen Kreuzungsplateau könnte eventuell einen kleinen Vorgeschmack auf die seit Jahren vorgeschlagene Gestaltung der Langegasse erzeugen. Nicht ganz, denn Platz und Parkplätze sollen symbiotisch weiterbestehen. Im Straßenraum des Maria Franc-Hofes sind Sitzgelegenheiten angeblich unerwünscht. Das grüne Alibi-Fleckerl mit dem Baum wurde entsprechend prohibitiv gestaltet. Auf den Hugo-Bettauer-Platz könnten aber –vielleicht – Tische und Bänke kommen. Dieser kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die Fraktionen einigen könnten, wird den Bezirk lt Magistrat dennoch statt 150.000 EURO bis zu 300.000 EURO kosten (!). So horrend teuer war auch die unnötige Gehsteigverbreiterung 2013 vor den 3 Häusern in der Albertgasse, die sogenannte „Albertpromenade“. Heribert Rahdjian: „Kleinkarierter geht’s  wohl nicht. Und viel zu teuer. Große, urbane Lösungen erscheinen derzeit rein parteipolitisch kaum durchsetzbar.  Die Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswerte Langegasse“, die mit der AGENDA Josefstadt kooperiert, werden  aber weiterhin auf ihren Forderungen bestehen. „Zunächst ist aber die Finanzierung blockiert. Der interfraktionell besetzte Finanzausschuss hat korrekte Pläne und Kalkulation angefordert“, wie Heribert Rahdjian abschließend...

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Verkehrszeichen bitte sinnvoll aufstellen!
Feb05

Verkehrszeichen bitte sinnvoll aufstellen!

Abgesehen vom Schilderwald, der nun durch die Ausweitung der Anwohnerstellplätze weiterhin enorm vergrößert wird, stehen etliche Verkehrszeichen, die den fließenden Verkehr regeln sollen, derart eklatant an falschen Stellen, dass man von „Orientierung für die Lenker“ nicht mehr sprechen kann. An einigen Kreuzungen sind wichtige Verkehrszeichen schwer einsehbar, bzw. einfach auf der falschen Seite, oder von anderen Einrichtungen verdeckt. Das führt mitunter zu brenzligen Situationen, wie manche Fahrer berichten.  Die Fotos von der Kreuzung Lederergasse – Florianigasse, die uns kürzlich übermittelt wurden, zeigen so einen Fall: aus der Sicht von Fußgängern eindeutig „Einbahn, Einfahrt verboten“, für sie aber nutzlos. Vom – oftmals ortsunkundigen – Fahrer wäre das an der gegenüberliegenden Ecke zweifelsohne wesentlich rascher und eindeutiger wahrnehmbar. Derartige Beschwerden erreichen uns immer wieder, werden aber leider amtlich abgeschmettert.  Zumindest bei Neuaufstellungen sollte auf sinnvolle und  effiziente Platzwahl mehr Bedacht genommen werden. Wie wichtig ist uns Verkehrssicherheit?...

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Unfallstelle Fahrbahn Alserstraße bei Nr 29
Feb03

Unfallstelle Fahrbahn Alserstraße bei Nr 29

Aufgrund mehrerer uns seitens Zeugen berichteter Unfälle mit Fahr- und Motorrädern an dieser Stelle haben wir schon mehrmals, zuletzt im Juni 2014 Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der gefährlichen Granitkante – in der Fahrbahn neben den Straßenbahngleisen – beantragt. Trotz umfangreicher Begründung und Urgenzen gibt es noch immer weder Maßnahmen, noch Auftrag. Nun macht ein Mitbürger einen kostengünstigen Vorschlag: die zuständige MA28 möge, zwecks Beendigung des unsicheren Zustandes in diesem Bereich, zunächst als Soforthilfe entlang der gefährlichen Stolperkante in kurzen Abständen flexible mit Rückstrahlern versehene sogenannte „Abweiser“ aufbringen lassen. Das erprobte Muster dazu: siehe Spitalgasse 3-9. Da es sich um einen expliziten Unfallschwerpunkt handelt, könnte dessen Sanierung auf Antrag des Bezirkes sogar aus Mitteln des Wiener Zentralbudgets gefördert werden. Warum werden die notwendigen Maßnahmen laufend...

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