Volkskundemuseum in der Wiener Josefstadt auf neuen Wegen
Feb08

Volkskundemuseum in der Wiener Josefstadt auf neuen Wegen

Wer glaubt, im Palais Schönborn in der Josefstädter Laudongasse verstaube langweiliges Museumsinventar, der irrt gewaltig. Seit Jahren wird hier – in krassem Widerspruch zum äußeren Eindruck – ein ambitioniertes Programm gepflegt, den dieses alte Palais, welches im Eigentum der Stadt Wien steht, vermittelt. Abgesehen von zahlreichen Ausstellungen der letzten Jahre, von Symposien und hochkarätigen Vorträgen und Diskussionen, wurden auch neue Publikumsschichten erschlossen, die an manchen Tagen das Haus bzw. den Garten regelrecht stürmen. Beispielsweise, wenn den Sommer über im Open-Air-Kino Kurzfilme gezeigt werden. Derzeit finden Winter-Kindernachmittage an den Samstagen bis zum 28.März 2015, jeweils von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr, statt. PädagogInnen des Familienbundes und des Musischen Zentrums Wien (MZW) betreuen Kinder von 3 bis 12 bei Spiel und in wechselnden Workshops, wie Basteln, Zeichnen, Tanzen etc in den zu Indoorspielplätzen umfunktionierten Ausstellungssälen. Daneben kann auch die derzeitige Ausstellung „Baumzeit“ besichtigt werden. Finissage: 15.2., 15 Uhr, mit süßem Abschluss. Teilnahme gratis. Info unter: http://www.volkskundemuseum.at    ...

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„Stein der Erinnerung“  Schmidgasse 12-14
Dez19

„Stein der Erinnerung“ Schmidgasse 12-14

Bei einem Gedenkrundgang mit Dr. Irmtraut Karlsson am 9. November aus Anlass der Wiederkehr der „Reichspogromnacht 9.11.1938“ wurde mit Bedauern festgestellt, dass der baubedingt entfernte Gedenkstein für das Ehepaar Fürth noch immer nicht im Gehsteig vor dem Haupteingang in der Schmidgasse eingelassen ist. Unser Antrag auf Wiedererrichtung, eingebracht nach Abschluss der Bauarbeiten im April 2014, wurde einstimmig angenommen. Das Gebäude Ecke Buchfeldgasse-Schmidgasse 12-14, war einst das renommierte Sanatorium Fürth und ist jetzt ein aufwändig saniertes Eigentumswohnhaus. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wussten Susanne und Lothar Fürth keinen anderen Ausweg als den Freitod. Die „Steine der Erinnerung“ in der Josefstadt weisen auf dieses und ähnliche tragische Schicksale ehemaliger MitbürgerInnen...

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