Die ÖVP bekämpft die „Parkplatznot“ – wir rechnen nach
Sep30

Die ÖVP bekämpft die „Parkplatznot“ – wir rechnen nach

Mit einer „witzigen Aktion“ hat die ÖVP in den letzten Tagen auf das „Parkplatznot“ in der Josefstadt aufmerksam gemacht. Auf den Straße und hauptsächlich bei Fahrradständern stehen Pappmännchen mit der Aufschrift „Das könnte Ihr Parkplatz sein.“ Was will uns die ÖVP damit sagen? Dort wo jetzt noch Menschen (Pappmännchen) stehen, soll Platz gemacht werden um Autos zu parken? Und das bezeichnet Mickel als „Innovative Konzepte und Mut neue Lösungswege auszuprobieren.„ Nämlich Fahrradständer ab zu montieren. Wir haben Veronika Mickel per You Tube bei der Parkplatzsuche begleitet und helfen beim nachrechnen. 8500 Autos sind in der Josefstadt zugelassen, dem stehen aber nur 5500 Parkplätze gegenüber. „Das kann sich von vornherein nie ausgehen!“ erkennt auch Veronika Mickel. Es fehlen also rein rechnerisch rund 3000 Parkplätze. Der Lösungsvorschlag der ÖVP heißt neben der Demontage von Radständern „Bewohnerparkplätze“. Damit soll dann jede JosefstädterIn die ein Parkpickerl kauft ein recht auf einen Parkplatz haben. Klingt gut! Wo die dafür fehlenden 3000 Parkplätze herkommen sollen, bleibt das Geheimnis von Veronika Mickel. Immerhin 60 (in Wirklichkeit sind es nur 30-35, besonders wenn man so wie Veronika Mickel im Audi A6 unterwegs ist) Parkplätze könnte man durch die Demontage sämtlicher in den letzten 5 Jahren unter Heribert Rahdjian aufgestellten Fahrradbügel gewinnen. 30-35 Parkplätze bei 3000 fehlenden Stellplätzen. Eine 1-Prozent Lösung! „Innovative Konzepte und Mut neue Lösungswege auszuprobieren“ Nehmen wir Veronika Mickel beim Wort. Fahrradbügel abmontieren bringt uns wie sich leicht nachrechnen lässt nicht weiter. Es gibt in der Josefstadt einfach zu viele Autos! Nicht zuwenig Parkplätze! Ein wirklich innovatives Konzept, dass wir gerne in der Josefstadt umsetzen würden ist Car2go. Ein modernes Car-Sharing Modell, dass es den JosefstädterInnen möglich machen soll kein eigenes Auto mehr zu benötigen. Die Zahl der Autobesitzer geht in den letzten Jahren – wen auch langsam – zurück. Diesen Trend wollen wir unterstützen. Das eigene Auto ist längst kein Statussymbol mehr. Beim Feldversuch in der deutschen Stadt Ulm wurde das System car2go von der Bevölkerung begeistert aufgenommen. Ab 2011 wird das System in mehreren europäischen Städten aufgebaut. Der Clou ist, dass bei diesem Modell – wesentlich effizienter als mit dem eigenen Fahrzeug – mit jedem Auto 10-15 Fahrten pro Tag durchgeführt werden. Mehr als 3mal soviel wie mit einem Privat-PKW. Hier gibt es mehr zum wirklich innovativen Car2go -> Artikel lesen Und hier der Wikipedia-Artikel zum in Paris gerade entstehenden Autlib Edit: Veronika Mickel legt wert darauf, dass sie nicht selbst Audi A6 fährt. Veronika Mickel hat keinen eigenen Audi. Edit: Nachdem uns die ÖVP wegen der Verwendung eines Fotos von Veronika Mickels Facebook-Profil der Urheberrechts-Verletzung beschuldigt hat, wollen wir nun auch nicht unerwähnt lassen, dass das verschieben eines geparkten Autos – so wie...

Mehr