Lebendige Straßen

lebendige_straßenDer Leerstand von Immobilien ist – genauso wie die steigenden Wohnkosten – ein massives Problem. Angeblich stehen in Wien bis zu 80.000 Wohnungen leer. Für jeden sichtbar wird das Problem anhand leerstehender Geschäftslokale.

In der Josefstadt ist es Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian im Rahmen des Projekts „Lebendige Straßen“ in den letzten 5 Jahren gelungen die Zahl der leerstehenden Geschäftslokale von fast 20% auf derzeit unter 10% zu senken. Dazu ist oft langwierige Überzeugungsarbeit bei den Hauseigentümern und Vermietern notwendig.Die Arbeit lohnt sich aber. Denn lebendige Straßen sind ein wesentlicher Aspekt für mehr Lebensqualität im Bezirk.

Neben der Vermietung gibt es noch andere Möglichkeiten Gassenlokale zu beleben. ZB durch temporäre Nutzung als Ausstellungsraum oder Treffpunkt für die Nachbarschaft.

Eine Legalisierung von Hausbesetzungen – wie heute von den Wiener Gürnen gefordert – ist ganz sicher der falsche Weg, weil sie nur das Mißtrauen der Vermieter verstärkt und die Gesprächsbasis zwischen Bezirk, Vermietern und Mietern vergiftet.

17 Kommentare

  1. Und wie kann es dann in anderen Ländern wie Holland oder in Städten wie Zürich funktionieren, wenn eine derartige Legalisierung „das Klima“ zwischen Mieter und Vermieter vergiften würde? Es geht ja ohnehin nur um Flächen, die seit mehr als einem Jahr leer stehen – welcher Mieter sollte überhaupt gemeint sein?

    Ganz im Gegenteil: Wenn der Vermieter Angst hat, Dauerleerstand würde mit Besetzung „bestraft“, würde er vielleicht etwas mehr Anstrengungen unternehmen, die vermietbare Fläche attraktiv zu machen (Preissenkung, Renovierung, was auch immer) – und eins ist auch klar: Die Legalisierung von Besetzungen würde sicher nicht bedeuten, dass die Besetzer nie mehr gehen müssten. Ein derartiges Gesetz würde sicher nur auf temporäre Besetzungen abzielen, denn sonst wäre es wirklich Enteignung.

    Und ihr seid euch sicher, dass ihr euch die „denkende Hälfte“ der Grünen nennen könnt? (derstandard.at-Posting) Das hier klingt mir eher nach ÖVP… aber Rahdijan kommt ja auch aus der ÖVP…

    • lb Nick,

      das klingt ja schön und gut, allerdings hat das einige Mängel:

      In Amsterdam gab es dazu eine rechtliche Regelung – ich habe selbst dort einmal ein Haus gecrackt – die erlaubte es uns einfach ein leerstehendes Haus aufzubrechen und – das war der Trick – ganz schnell mit einem alten Bett, einem Tisch, einem Stuhl und einem Kasten (welcher Qualität auch immer) als besetzt zu kennzeichnen. Nur, diese Regelung gibt es bei uns nicht, Besetzung gilt immer als Hausfriedensbruch und ev. sogar Einbruch.

      Wer wird das machen? Die üblichen Verdächtigen? Die liebe Dame, Martina Wurzer, die diese Forderung aufgestellt hat, hat selbst zugegeben, dass sie sich nie an so einer Besetzung aktiv beteiligt hat – ooops, könnte ja die Karriere kosten – sie war nur dann auf Besuch, wenn schon alles erledigt ist. Aber sie möchte ja das Hausbesetzen legalisieren. Klingt ja schön. Aber wenn ich mir die Grünen in Hamburg anschaue, die auch einmal in der Hafenstraße waren und heute mit der CDU um die Macht packel (auch gegen die Hausbesetzer), dann wird mir ehrlich gesagt schlecht.

      Was bleibt übrig? Wohlsituierte zukünftige Gemeinderätinnen rufen extrem schlechtsituierte, revolutionär gestimmte Jugendliche zum Häuserbesetzen auf. Wo liegt der revolutionäre Akt dieser Frau? Im Standard interviewt zu werden und für ein nettes Foto zu posen?

      Im Besuch des von den Besetzern eingerichteten Kulturbereichs? Als was? Als: ich eure Gemeinderätin? Und alle Anwesenden sind ganz hin und weg ob soviel, in die Kloake der Kultur hinabgestiegene Prominenz?

      Seien wir doch ehrlich: welche Hausbesetzer können sich bitte mit den Grünen identifizieren, welche vielleicht anlassbezogen ihr Kostümchen ausziehen um die Subkultur zu besichtigen?

      Ich denke, beide Ansätze sind richtig. Einerseits kann man schwer einen bürgerlichen Bezirk dazu bringen, Hausbesetzungen zu begrüßen (öffentlich werden sie es nicht tun, aber auch Bürgerliche sind schon mal heimliche Revolutionäre, solange es um ihre eigenen Interessen geht).

      Andererseits wird man es nicht schaffen, die Hausbesetzerszene auf Zuruf dazu zu bringen, für die Interessen der Grünen Häuser zu besetzen. Die lassen sich nicht vereinnahmen.

      Ich warte einfach auf den Tag, da Grünmandatare sich gemeinsam mit den Hausbesetzern an das Knacken eines Schlosses machen, ihre Bobo-Wohnung aufgeben und in das besetzte Haus ziehen. Kompromisslos. Wer wartet mit mir? Wieviele ehemalige Hausbesetzer oder aktive Hausbesetzer haben Sitze im Gemeinde- und Bezirksrat? Oder irgendwelche anderen Jobs, die halt Parteien zu vergeben haben?

      Aber, so wie das von Martina Wurzer gezeichnet wird, ist das natürlich ein voller Schmarrn. Bitte wasch mich, aber mach mich bitte nicht nass.

      Die Grünen sind nicht mehr radikal, sie möchten – wie im 6ten – auf dem Garagedach (vielleicht noch dort, wo sie ihre eigenen Autos abgestellt haben) noch ein bisserl afterworkchillen.

      Afterwork ist wichtig. Damit sind Hausbesetzer im Übrigen hervorragend zu mobilisieren. Als Hausbesetzertrotteln. Für Bezirksteile, die dann erst zu einem Zielobjekt für Investoren sind, damit auch grüne Bobos zu ihren coolen Wohnungen in den coolen, vollgentrifizierten Bereichen kommen.

      – Letzter Absatz vom webmaster gelöscht!!!

      • danke für den hinweis – habe den letzten absatz von heinz egger gelöscht!

    • Juhu, endlich kann wieder Heriberts Zeit (>20. Jahre) bei der ÖVP erwähnt werden ;-).
      Äh ich wurde als Kleinkind römisch-katholisch getauft, hatte sogar eine Phase so mit 8, 9 Jahren wo ich wöchentlich zur Messe in die Kirche pilgerte, bin zwar ebenfalls seit ca. 20 Jahren ausgetreten, aber vielleicht mag das auch jemand immer wieder und wieder und wieder kommentieren :-))?
      Liebe Grüße Monika

      • @Heinz: Wo ist das Problem, wenn man sich für Dinge einsetzt, die man nicht unbedingt persönlich „vorlebt“ oder machen würde? Ich sympathisiere auch mit einem Gentech-Anbauverbot in Österreich, obwohl ich weder Bauer noch Saatguthändler bin.

        Andere Contra-Gründe (außer, dass es quasi scheinheilig, nicht aufrichtig, und nicht stimmengewinnbringend sei) kann ich in Ihrem posting nicht erkennen. Es bleiben also die Argumente: Hausbesetzen funktioniert, Hausbesetzen, in „richtigem“ gesetzlichen Rahmen, kann legal sein, kann im Einklang mit der Wohn- und Stadtentwicklungspolitk förderlich sein, und kann eine Bereicherung für die städtische kulturelle Vielfalt darstellen.

        Einen „Aufruf zum Häuserbesetzen“ kann ich in Monika Wurzers Plädoyer nicht erkennen. Ich bin selber kein „richtiger“ Hausbesetzer, aber ich sympathisiere mit einer Partei, die Hausbesetzungen (in gewissem, „vernünftigen“ Rahmen) legalisiert. Und, obwohl ich ohnehin Grün-Wähler (allerdings in OÖ) bin, ich habe Themen wie dieses (Hausbesetzung, alternative Szene, Subkultur usw.) bisher bei den Grünen (bei allen Grünen) vermisst – sich für die Subkultur (bzw. alternative Wohnformen) einzusetzen ist nach wie vor eine Seltenheit in der österreichischen Politik, ich verstehe daher die Abneigung der „Echten Grünen“ nicht wirklich – ich kann sie mir nur durch den ÖVP/bürgerlichen Hintergrund erklären (den ich nicht grundsätzlich ablehne und der in Bezirken wie dem 8. sicher zu einer positiven Symbiose führen kann/könnte/gekonnt hatte/hätte, aber in diesem Fall doch etwas zu, naja, spießig wirkt – also gar nicht „echt grün“ für mich)

        just myne mynung 😉

  2. Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher!

    Wie erklären Sie sich, dass Sie, Herr Rahdjian, bei einer Hausbesetzung auf der Alser Straße persönlich anwesend war und dies auch noch stolz in die Medien getragen haben?

    Jetzt auf einmal – als „echt“ Grüner – wollen Sie nicht mehr anstreifen bei den Punks, den Obdachlosen, den sog. „Randgruppen“ der Gesellschaft? Warum nicht? Angst vor der ÖVP-Wählerschaft in der Josefstadt? Jetzt stehen bei Ihnen plötzlich wieder die Vermieter an erster Stelle. Ihre Ausdrucksweise nach zu schließen, sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher, sind Sie meines Erachtens wieder bei der ÖVP (und vielleicht sogar bei der FPÖ) angekommen, denn diese Parteien werden Ihre Forderung mit Sicherheit unterstützen. Stichwort: Mehr Sauberkeit im Bezirk. Wollen Sie das wirklich?

    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea Hochmeister

    • @Andrea Hochmeister

      Ich hab zwar keine Ahnung, was da bie dieser Hausbesetzung los war, aber immerhin:

      Bei der Hausbesetzung anwesend sein ist mehr, als sich dann später auf den fremden Lorbeeren einer erfolgreichen Hausbesetzung auszuruhen.

      Aber wie gesagt. Ich bin auch der Meinung, dass ein gesunder Bezirk einer ist, in dem auch die Straßen leben. Und das geht nur, wenn man so wenig wie möglich leerstehen hat. vieles erledigt sich dann von selbst.

      Und das sind vor allem auch Kleingeschäfte, die erschwinglihc sind. Die meisten Hausbesetzungen passieren dort, wo spekuliert wird, nicht dort, wo gelebt wird.

    • Liebe Andrea Hochmeister,

      den obigen Text hat Heribert Rahdjian nicht selber geschrieben, sondern ich. Und nun zur Sache. Als Bezirksvorsteher war Heribert Rahdjian bei der Hausbesetzung in der Alser Straße anwesend. Um zu vermitteln und um die Anliegen der HausbesetzerInnen in die Öffentlichkeit zu tragen. Das kann doch kein Fehler sein?
      Das wir „nicht mehr anstreifen wollen“ bei den Punks oder „Randgruppen“ der Gesellschaft stimmt sicher nicht. Es gibt keine Randgruppe. In Österreich und in der Josefstadt ist Platz für alle natürlich auch für Punks. Die Besetzung in der Alser Straße hat die Thematik aufgezeigt und indirekt zur Gründung der Pankahyttn geführt. Denn in einem der reichsten Länder der Welt soll niemand auf der Straße leben müssen
      Aber das ist der Punkt. Die Pakahytten war nicht das Ergebnis einer Hausbesetzung, sondern das Ergebnis von Verhandlungen mit der Stadt Wien. Und deswegen gibt es die Punkerhytten mittlerweile seit bald 3 Jahren ohne, dass sie geräumt wurde. Punks können und sollen so einen Raum haben in dem sie leben können – ohne ständig durch eine Räumung bedroht zu sein!

      Das ist genau der Weg der zum Erfolg führt. Wenn man ein leerstehendes Geschäft besetzt führt das zu ein paar Medienberichten und zur Räumung ein paar Tage später. (Und zu einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch!) Wenn man mit den VermieterInnen oder HausbesitzerInnen redet, führt das vielleicht dazu, dass wir das leerstehende Lokal temporär nutzen können.

      Ganz klar: wir wollen und werden den Bezirk nicht von Randgruppen „säubern“, sondern wollen und werden Platz für diese „Randgruppen“ schaffen.

      Der Vergleich mit der FPÖ kränkt. Ich hoffe ich konnte das Bild wieder gerade rücken.

      LG
      Christoph Ulbrich
      Echt Grün – Liste Heribert Rahdjian

      • lieber herr ulbricht.
        ich möchte bezug nehmen auf ihren satz “ es gibt keine randgruppe“.
        als behindertenbetreuer und als homosexueller möchte ich sie auf gesellschaftspolitische realitäten hinweisen.
        ich weiss nicht, ob sie in irgendeiner art und weise zu einer randgruppe in unserer gesellschaft gehören.
        ich kan ihnen aus beruflicher und persönlicher erfahrung nur sagen zb für behinderte und homosexuelle gibt es in dieser gesellschaft in vielen bereichen schlicht keinen platz.
        drum lassen sie uns bitte zumindest den platz in der randgruppe.

        • lieber alexander griwatz,

          die gesellschaftliche realität ist das eine, das gesellschaftliche ziel das andere. es mag sein, dass es wie andrea hochmeister richtig geschrieben hat sogenannte „randgruppen“ in der gesellschaft gibt. gerade die bezeichnung randgruppe finde ich aber deswegen schon problematisch, weil sie schon per definitionem eine gruppe von menschen als „am rand der gesellschaft stehend“ tituliert.
          homosexuelle sind sicher eine minderheit in unserer gesellschaft – aber sie stehen deswegen nicht am rand der gessellschaft und sollen es auch nicht.
          die sexuelle orientierung, das geschlecht, das alter, das einkommen, die hautfarbe, eine behinderung, etc. dürfen keinen einfluss auf den platz haben den jeder in der gesellschafft hat.
          ich würde daher eher den terminus „minderheit“ verwenden. Punks, homosexuelle oder alte menschen sind eine minderheit haben aber selbstverständlich einen platz in der gesellschaft – und zwar nicht nur am rand.

          lg
          christoph

          ps: die ganze thematik ist ein vermientes gelände. ich darf auf ein grüne wortmeldung hinweisen, die mich unlängst schwer geärgert hat:
          in seinem blog schreibt alexander spritzendorfer von heribert rahdjian als dem 74-jährigen ehemaligen ÖVP-Kandidaten. Beides stimmt, und beides hat überhaupt nichts mit der Beurteilung von Heribert Rahdjians menschlichen und fachlichen Qualitäten zu tun.
          in keinen fall kann das alter ein argument sein jemanden aus seiner gesellschaftlichen position (als bezirksvorsteher) und an den rand (in die pension) zu drängen!

          • allso ich möchte hier ja nicht ping pong spielen:)
            aber

            ältere menschen sind mit sicherheit KEINE minderheit in österreich.
            und JA homosexuelle stehen mit sicherheit am rande unserer gesellschaft.
            das ist realität.
            und leider haben sexuelle orientierung, hautfarbe,einkommen usw einen grossen einfluss auf unsere gesellschaft – auch das – realität.

            mein politisches selbstverständniss – mein selbstverständniss alls linker – sagen mir deshalb gesellschaftspolitische wünsche werden nicht durch einen wunsch sondern durch politische überzeugungsarbeit erreicht.
            sorry, aber die verwendung eines anderen terminus ändert genau gar nichts an tatsachen.#
            mfg
            a.griwatz

          • warum stehen homosexuelle am rand der gesellschaft?

            und die verwendung eines bestimmten terminus ist genau das, was sie sich wünschen – politische überzeugungsarbeit. es macht sehr wohl einen unterschied ob ich jemanden als afrikaner oder neg…, als behindert oder als krüppel bezeichne!

          • solange das alles nicht dazu führt, dass man „alternativ begabt“ sagt und „behindert“ meint, wie in amerika, ist mir jede bezeichnung recht 😉

  3. ps: die pension alls – wörtlich rand – zu benamsen find ich geht gar nicht.
    menschen die nach oft einem harten hacklerInnen da sein froh sind endlich in pension gehen zu können -, bewegn sich deshalb auf keinen rand zu. viele menschen sind in pension und gleichzeitig mitten im leben. und das dar und soll ihnen auch niemand absprechen.

    lg

  4. ok
    da is – hoffentlich – selbstverständlich ein grosser unterschied.
    warum ich glaube das homosexuelle am rand stehen???
    ich bin mehr alls verärgert über diese frage, aber ich bemühe mich sachlich zu bleiben.

    wir dürfen kein blut und plasma spenden, in wahlkämpfen wird offen gegen uns gehezt,
    wir werden in wien auf grund unseres schwul und oder lesbisch sein aus lokalen geworfen, verschiedene bundesländer weigern sich die eingetragene partnerInnenschaft am standesamt durchführen zu lassen,
    kinder adoptieren können wir uns abschminken,
    die kath. kirche bezeichnet uns schlicht alls krank
    ………………………………
    ich hoffe ihre frage damit beantwortet zu haben.

    es is mir wurscht ob ich alls randgruppe oder minderheit bezeichnet werde – ich finde es beschämend das es das ein oder andere oder beides ist.

    und diese gesellschaftliche tatsache hat überhaubt nix mit rassistischen schwachsinn zu tun.
    ob ich eine minderheit oder eine randgruppe bin – ich kan mir von beiden nix kaufen – oder kupft wie gehatscht
    ob ich jemanden alls behinderten oder alls krüppel bezeichne is tatsächlich was ganz anderes

    • ok – ziehen wir einen schlussstrich unter die diskussion. wir reden vielleicht auch ein bisschen an einander vorbei.

      weil eigentlich ziehen wir doch am selben strang.

      ich denke eben nur, dass die bloße beschneidung der rechte von bestimmten gruppen in der gesellschaft (homosexuelle können keine kinder adoptieren) sie noch nicht zu einer randgruppe macht. (Frauen können auch keine PfarrerInnen werden)

      sie sagen ja jetzt genau das was sie am anfang kritisiert haben. sie wollen teil einer randgruppe sein – jetzt sagen sie, dass sie sich darum nix kaufen können. wozu dann also?

      für mich sind homosexuelle keine randgruppe, sondern eine gruppe von menschen, deren rechte von der mehrheit der bevölkerung beschnitten werden.

      aber wie gesagt, beenden wir die diskussion hier und tun wir was dafür dass – je nachdem wie man will – die minderheiten in der gesellschaft zu ihren rechten kommen oder die randgruppen nicht länger an den rand gedrängt werden!

      lg
      christoph

  5. @alexander griwatz

    Weiß nicht in welchem Wien Du lebst aber ich als Schwuler oder auch mein Mann haben nicht diese Probleme die Du da so schilderst.

    In keinem einzigem Lokal (wir sind selten in Szene Lokalen unterwegs) wurden wir bisher aus einem Lokal geworfen.

    Beim Blutspenden wurde, wie üblich ein HIV Test gemacht und auch da gibt es keine Probleme.

    Nirgends hab ich bisher ein Plakat oder Wahlkampffolder bekommen der sich gegen meine Sexuelleorientierung gerichtet hat – das es konservative Wertvorstellungen gibt, die mit dem Thema Homosexualität nichts anfangen können ist teil dieser Gesellschaft. Auch wir, als Wähler können mit anderen Wertvorstellungen (Zölibat, Abtreibungsgegner/Innen usw.) nichts anfangen, sind aber teil dieser Gesellschaft und müssen dies genauso respektieren.

    Deine Aussagen finde ich schlicht gesagt als puren Populismus – es gibt auch genug katholische Priester und Kardinäle (auch in Wien!) die eine andere Meinung als derer sind, die hier von Dir über einen Kamm gezogen werden: Zitat: „die kath. kirche bezeichnet uns schlicht alls krank“

    Ob nun Vorarlberg oder Hintertupfing das Standesamt für eine EP öffnet ist mir als Wiener erstmal egal – hier geht es um Wien – die Liste „Echt Grün“ tritt in Wien an und will hier weiter kompetente Politik machen. Das interessiert mich vorrangig auf dieser Seite.

    Nur das Du Schwule/Lesben/Transgender/Bisexuelle immer als Randgruppe deklarierst ist schlichtweg falsch. Die sind wir schon lange nicht mehr – sondern ein bunter Teil dieses lebendigen und im 8. grün gestaltetem Wien. Siehe Regenbogenparade, den Regenbogenfahnen vier Wochen vor der Parade auf den Bims (übrigens ein Erfolg der Grünen [Hansi Eitler sei Dank]), Lifeball und vielen anderen Locations und Events die diese Stadt gerade „uns“ ermöglichst.

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