Florianigasse: zweite Basis-Radroute im Achten

florianigasseJe mehr Menschen für tägliche Fahrten in der Stadt das Fahrrad nutzen, desto besser: Nicht nur für Gesundheit und Geldbörsen, sondern auch für alle StadtbewohnerInnen. So würden wir alle von weniger Straßen- und Motorenlärm und einer geringeren Schadstoffbelastung profitieren. Eine Binsenweisheit. Gewiss: alles mit Augenmaß! Auch motorisierte Mobilität gehört zum Leben in der Stadt, wir brauchen einen vernünftigen Mix an Transportmitteln. Wirtschaftsverkehr, Personenverkehr, Einsatzverkehr, – alles wichtig. Aber der Vergleich, wie wenig Fahrbahnfläche Fahrräder und Radabstellanlagen gegenüber dem PKW einnehmen – in dem übrigens meist auch nur eine Person transportiert wird  – zeigt, wo die Prioritäten liegen.

Daher ist  ein menschengerechter, auf Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs bedachter Ausbau von transversalen bezirksübergreifenden Radrouten von großer Bedeutung. Die Basisroute Pfeilgasse –Josefsgasse hat sich da primär angeboten und wird seit etwa 30 Jahren genutzt. Wenngleich sie, trotz unserer erfolgreichen Verbesserungsanträge, noch immer Schwachstellen aufweist und mit Gehsteigen kollidiert, wo das durchaus nicht notwendig wäre. Aber es gibt diese durchgehende Radroute.

In der nördlichen Bezirkshälfte fehlt das Gegenstück, zumindest zur Hälfte. Die durchgängige Florianigasse ist großteils Einbahn und darf nur in kurzen Bereichen in beiden Richtungen per Rad befahren werden. Auch große Radfahrorganisationen fordern vehement eine Öffnung der Florianigasse durchgehend vom Uhlplatz (Gürtel) bis zum Rathaus (Zweierlinie). Eine Forderung, die durchaus umsetzbar ist, wie seinerzeit die MA46 festgestellt hat, die allerdings einige – durchaus bewältigbare – straßenbauliche Änderungen verlangte. Die völlig unnötige Gehsteigkante bei der Einfahrt zur Tiefgarage Schlesingerplatz müsste z.B. zurückgenommen werden, (was damals lt. MA28 etwa € 60.000.- erfordert hätte, soviel, wie zuletzt für einen angeblichen zusätzlichen Stellplatz bei Zeltgasse 1a  ausgegeben wurde, der gar nicht realisierbar ist). Am Geld kann‘s also nicht scheitern.

Alles andere betrifft Organisation und Bodenmarkierung und – natürlich notwendig:  Guter Wille und ehrliche Information.